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Monsterhaftes Mitmach-Hörspiel

Foto: © härmanz

Das Mitmach-Hörspiel mit dem Mutmach-Monster
„Der Kinderfresser kommt! - Keine Angst vorm Monster unterm Bett“
hat in der GGS Balthasartsraße Station gemacht und begeisterte Kinder und Lehrer*innen. Gefördert von der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West.

Das Pfarrzentrum St.Agnes zeigte sich den Schülern am Donnerstag- und Freitagvormittag komplett abgedunkelt und in wundersam blauem Licht.


Dann wurde es gruselig-dunkel, das Licht flackerte und die 300 Schülerinnen und Schüler der GGS Balthasarstraße erlebten in 3 Vorstellungen ein packendes LIVE–Hörspiel. Aus den Räumen des Pfarrzentrums ertönte viel Ungewöhnliches am Donnerstag und Freitag: lautes Getöse, gruselige Geräusche, ungewöhnliche Musik und haarsträubendes Kindergeschrei. Aber Angst? Keine Spur! Die hatten weder Hauptfigur Cilly, noch die Kinder im Publikum. Ganz im Gegenteil, die Begegnung mit dem liebenswertesten Monster der Welt und einer gut gelaunten Hörspiel-Crew war ein großer Spaß und ein besonderes Erlebnis für alle. 

Monstersprache und Rülpsmeister
Schon im ersten Kapitel des Mitmachhörspiels erkannten sie selbstverständlich sofort, dass das Monster namens „Kinderfresser“ trotz seines gruseligen Namens ein richtig supernetter Monsterkumpel ist und das Mädchen Cilly kein bisschen in Gefahr. Hinter einer kleinen Theke steckten Kinderhände in bunten Wuschelfiguren mit riesigen Kulleraugen und ließen die Monsterpuppen im Takt der Rufe aus dem Publikum tanzen. Mit begeisterten „Eiku-Diku!“-Rufen begrüßten die Schüler das Mutmach-Monster und seine Kinder in ihrer Monstersprache. Das Erlernen der Monstersprache und viele andere verrückte Dinge passieren im Mitmach-Hörspiel von Autor Klaus Strenge, bei dem es nicht nur viel zu hören und erleben gab, sondern auch aktiv viel zu tun für die Kinder im Publikum.

Mitmachen und Mutmachen
Denn er hat sein Hörspiel so umgeschrieben, dass die Kinder selbst als Geräuschemacher für Donner, Regen, Wind und andere Sounds sorgen mussten, um dem Hörabenteuer Lebendigkeit und Spannung zu verleihen. Sogar vier „Rülpsmeister“ kamen zum Einsatz, die mit ihrem Rülpsen das Haus zum Wackeln bringen mussten. Geräusche-Dirigentin Andrea Herrmann fing während der Vorstellung mit einem langen Mikrofon unermüdlich Töne und Geräusche ein. Sie sorgte dafür, dass die Geräusche von Tüten, Trommeln, Holzklötzen und anderen Alltagsgegenständen auf den Punkt genau ertönten, um Autor Klaus Strenge und sein Sprecher-Ensemble bei der Lesung zu unterstützen. „ Am besten fand ich, dass die Geschichte viel Platz für Fantasie bietet", schwärmt Lehrerin Ingrid Golbach nach der letzten Vorstellung. Ihre Kollegin Ivonne Reuter gefällt das Konzept ebenfalls ausgezeichnet: "Ich fand toll zu sehen, wie die Geräusche entstehen, dass die Kinder viel mitmachen konnten."

Nachwuchs-Talente gesucht und gefunden
Klaus Strenge erstaunte die Kinder im Publikum als überaus fantasievoller Autor und als wahrer Lese-Akrobat. Gekonnt wechselte er von der Lesestimme des Erzählers in die Rolle des bösen Hustenmachers, sprach dann den etwas dämlichen Kaffter und sorgte mit seinen Stimm- und Mimikvarianten mal für Spannung, mal für Erheiterung im Kinderpublikum. Neben seinem technisch-musikalischem Begleiter Peter Wieschermann gehörten 18 lesetalentierte Schüler der GGS Balthasarstarße zum Sprecherensemble der Vorstellung. Sie wurden auf diese Aufgabe schon im Vorfeld vorbereitet, hatten fleißig geübt und meisterten diese mindestens ebenso ausgezeichnet wie ihre Profi-Kollegen. Natürlich hatten sie vor den Lesungen tüchtig Lampenfieber und Bauchkribbeln, doch die aufmerksame Stille des Schüler-Publikums bei der Lesung und der tosende Applaus zeigte Ihnen, dass sie ihren „Lesejob“ super gemeistert haben.  „Ich fand es super, wie toll die Kinder auf der Bühne gelesen haben", bewundet Talia ihre älteren Mitschüler, "das würde ich auch gerne mal können, so vor so vielen Kindern vorlesen." "Die Lesekinder haben Großartiges geleistet!" lobte auch Klaus Strenge die Lesekompetenz seiner kleiner Kollegen anschließend.

Ende gut, alles gut
Und so schafften es an diesem Vormitag alle -Kleine und Große, Monster und Menschen - mit vereinten Kräften, eine unterhaltsame Vorführung zu erleben, bei der die Guten am Ende gewannen und der Böse Hustenmacher Knochenschuh auf Nimmerwiedersehen davon flog und nun niemanden die Ferien vermiesen kann. "Alles als Ganzes einfach mega!" fasst OGS-Mitarbeiter Kevin Schage zusammen. Das Konzept für das Lesen zu begeistern geht auf: "Ich hole mir das Buch mit dem nächsten Abenteuer und lese das in den Ferien", hat sich Paul vogenommen. "Ja, weil da hat dann endlich auch mal ein Junge die Hauptrolle," pflichtet ihm Leon bei.